Qi Gong – Entspannungstechnik für zu Hause

In der westlichen Welt kommen immer mehr asiatische Heil- und Entspannungstechniken an, die unseren oft gestressten Körper und ebenso den Geist ins Gleichgewicht zurück bringen sollen. Eine dieser Entspannungsarten ist das Qi Gong, das sowohl Bewegungs- als auch Meditationsübungen umfasst.

Qi Gong kommt aus der chinesischen Tradition und wirkt sich als ganzheitliche Methode auf Seele, Geist und Körper aus. Der Begriff „Qi Gong“ setzt sich aus dem Wort „Gong“, das Arbeit, Übung oder Fähigkeit bedeutet, und dem „Qi“, das für Lebensenergie steht, zusammen.

In China und in der traditionellen chinesischen Medizin geht man nämlich davon aus, dass die alles bestimmende Lebensenergie Qi auf festgelegten Bahnen durch den Körper strömt und ihn kräftigt. Für die Gesundheit von Seele und Körper muss dieser Fluss blockadefrei sein, sonst kommt es zu Beschwerden und Krankheiten. Falls Blockaden vorhanden sind, so können diese mit Qi Gong-Übungen behoben werden. Dafür ist allerdings ein kontinuierliches Training notwendig.

Qi Gong zu Hause betreiben

Geist und der Körper werden durch Qi Gong gestärkt. Dafür muss nicht unbedingt ein Kurs besucht werden, es ist als Vorbereitung für die Übungen von zu Hause aus allerdings hilfreich. Außerdem gilt der Energiefluss bei Übungen mit einer Gruppe als besonders wirksam.
Wer aber Qi Gong-Übungen zu Hause ausführen möchte, braucht eigentlich nichts Besonderes, außer bequemer Kleidung und einem ruhigen und gemütlichen Ort, vielleicht ein wenig meditative Musik zur Unterstützung.

Wer schon Übungen in Gruppensitzungen erlernt hat, ist mit diesen Grundvoraussetzungen schon gut bedient und kann die erlernten Übungen einfach allein durchführen. Wer aber noch keine Erfahrungen hat, kann Qi Gong auch mit Hilfe von Büchern, CD’s und Videos erlernen.

Man sollte sich auf jeden Fall vor Beginn des Qi Gong ein wenig mit dem Thema beschäftigt und Grundkenntnisse der Philosophie dieser Entspannungstechnik erworben haben.
Wer visuelle Hilfe zur Anwendung der Übungen braucht, denn Qi Gong erfordert einige Bewegungsabläufe, die erst erlernt werden müssen, der sollte sich an Videoportale im Internet wenden, bei youtube z.B. sind haufenweise Videos zum Thema Qi Gong zu finden.
Achten Sie allerdings darauf, dass die Qualität gut ist, sonst könnte Sie das Video ablenken und sie kommen nicht in den Entspannungszustand, den Qi Gong eigentlich bewirken soll. Auch andere störende Faktoren, wie z.B. das Klingeln eines Telefons, sollten vermieden werden. Also: vor den Übungen das Handy oder Telefon aus lautlos oder gleich ganz ausstellen. Diese Momente gehören nur Ihnen!

Wenn Sie die Übungen dann beherrschen, können Sie sie selbständig durchführen. Ideal wären tägliche Übungen von ca. einer halben Stunde, bei wenig Zeit können Sie aber auch zwei- bis dreimal pro Woche trainieren. Geübte Qi Gong-Anhänger trainieren sogar jeden Tag zweimal ca. eine halbe Stunde oder schieben manchmal mehrstündige Sitzungen ein. Gute Zeiten für die Übungen sind morgens um 11h und abends um 23h.

Qi Gong-Kurse

Empfehlenswert ist allerdings immer ein vorheriger Qi Gong-Kurs, da das Thema sehr weitschweifig ist und man sich so am besten damit auseinander setzen kann.

Es gibt beispielsweise sehr viele Strömungen des Qi Gong, wie das Wudang Qi Gong, und all diese verschiedenen Arten nutzen auch unterschiedliche Übungen. Es kann also schnell passieren, dass Sie, wenn Sie sich als Anfänger nur auf Videos verlassen, auf unterschiedliche Strömungen treffen. Das kann schnell verwirrend wirken.

Sollte Qi Gong also Ihr Interesse geweckt haben, sollten Sie sich nach Kursen in Ihrer Stadt erkundigen. Die meisten Krankenkassen übernehmen sogar die Kosten für einen Qi Gong-Kurs im Jahr, da diese als Präventivmaßnahme gegen Krankheiten anerkannt sind.